EPS · Österreich
Was eine eps-Einzahlung wirklich kostet: Gebühren, Limits und versteckte Posten
Für die eps-Überweisung fallen laut Betreiber keine zusätzlichen Kosten an, und eine Registrierung ist nicht nötig. Trotzdem kostet eine Einzahlung ins Online-Casino Geld, nur nicht dort, wo die meisten suchen: im Kontomodell Ihrer Bank, bei einer Umrechnung in Fremdwährung, in den Umsatzbedingungen eines Bonus und in der Abgabe von 45 % der Bruttospieleinnahmen, die der Anbieter an den Staat zahlt und einpreist.
Diese Seite rechnet diese Posten einzeln durch und stellt daneben die Limits, die bei eps von drei Stellen kommen: Bank, Casino und Spielerkonto. Für jede Zahl steht die Quelle dabei; wo der Betreiber nichts veröffentlicht, steht das ausdrücklich. Den Ablauf der Einzahlung beschreibt unser Überblick zu eps im Online-Casino.
Casinos mit eps in unserer Liste: Kosten und Grenzen je Anbieter
Zahlungsmethoden
- eps
Für jeden Anbieter in unserer Liste tragen wir drei Angaben aus seinen Zahlungsbedingungen ein: Gebühren bei Ein- und Auszahlung, Mindest- und Höchstbetrag pro Einzahlung und die Währungen, in denen das Spielerkonto geführt werden kann. Fehlt eine Angabe in den Bedingungen, steht das in der Liste, denn der Betreiber von eps veröffentlicht keine dieser Zahlen.
Eine Konzession für Online-Glücksspiel in Österreich hat nur win2day. Die übrigen Anbieter arbeiten mit einer ausländischen Lizenz; was das rechtlich bedeutet, steht auf unserer Startseite im Abschnitt zur Rechtslage.
Was eps selbst kostet: nichts, laut Betreiber
Der Betreiber formuliert es auf seiner Startseite in einem Satz: keine zusätzliche Registrierung nötig und keine zusätzlichen Kosten. Die eps-Überweisung ist ein Verfahren der österreichischen Banken, betrieben von der PSA Payment Services Austria GmbH; bezahlt wird es vom Händler, nicht von der Kundin oder dem Kunden. Eine Gebührentabelle für Zahlende gibt es deshalb nicht.
Das Wort «zusätzlich» ist dabei wörtlich zu nehmen. Es bezieht sich auf Kosten über die Überweisung hinaus. Was die Überweisung selbst kostet, entscheidet Ihr Kontomodell. Und was das Casino auf seiner Seite verrechnet, entscheiden dessen Bedingungen. Drei Stellen also, an denen Geld hängen bleiben kann, obwohl eps nichts verlangt.
- eps-Überweisung — Kostet eine eps-Einzahlung dort etwas?: nein, keine zusätzlichen Kosten · Wo es steht: eps-ueberweisung.at
- Ihre Bank — Kostet eine eps-Einzahlung dort etwas?: je nach Kontomodell, Buchungsentgelt möglich · Wo es steht: Preisblatt Ihres Kontos
- Casino — Kostet eine eps-Einzahlung dort etwas?: je nach Anbieter, Gebühr möglich · Wo es steht: Zahlungsbedingungen des Anbieters
Posten eins: das Kontomodell Ihrer Bank
Eine eps-Zahlung ist eine Überweisung von Ihrem Girokonto, ausgelöst im Online-Banking mit vorausgefülltem Auftrag. Sie wird deshalb wie jede andere Online-Überweisung abgerechnet. Ob ein Buchungsentgelt anfällt, hängt vom Kontomodell ab: Pauschalmodelle enthalten Online-Überweisungen oft, Modelle mit Einzelverrechnung nicht. Die verbindliche Zahl steht nur im Preisblatt Ihrer Bank, deshalb nennen wir hier keine.
Zwei Dinge lassen sich ohne Preisblatt sagen. Erstens: Ein Entgelt fällt pro Überweisung an, nicht pro Euro; viele kleine Einzahlungen kosten also mehr als eine große. Zweitens: Ein abgebrochener oder abgelehnter Auftrag wird nicht ausgeführt und löst keine Überweisung aus. Wer seine Einzahlungen bündelt und vorher ein Limit im Spielerkonto setzt, zahlt weniger Entgelte und behält trotzdem die Kontrolle.
Der Rückweg verursacht dieselbe Frage noch einmal. Gewinne kommen nicht über eps zurück, sondern per Banküberweisung des Casinos. Für den Eingang auf Ihrem Konto verrechnen die meisten Kontomodelle nichts, aber auch das steht im Preisblatt. Die Einzelheiten zur Auszahlung stehen auf der Seite zur Einzahlung mit eps im Abschnitt zum Kontoauszug.
Posten zwei: Fremdwährung und Umrechnung
Die Überweisung verlässt Ihr Konto in Euro, weil eps nur mit österreichischen Girokonten funktioniert. Führt das Casino Ihr Spielerkonto in einer anderen Währung, rechnet der Anbieter oder sein Zahlungsdienstleister um, mit einem Kurs und oft einem Aufschlag, die in dessen Bedingungen stehen. Bei der Auszahlung passiert dasselbe in die Gegenrichtung.
Eine Beispielrechnung macht die Größenordnung sichtbar. Wer 100 € einzahlt und 150 € auszahlen lässt, durchläuft zwei Umrechnungen. Liegt der Aufschlag des Anbieters bei 2 % je Umrechnung, kosten die beiden Schritte zusammen 5 €, ohne dass irgendwo eine Zeile «Gebühr» auftaucht. Der Prozentsatz ist hier eine Annahme der Redaktion; den tatsächlichen Satz nennt nur der Anbieter.
Die Abwehr ist einfach: ein Spielerkonto in Euro, gewählt bei der Registrierung. Viele Kassen fragen die Währung einmal ab und lassen sie später nicht ändern. Wer bereits ein Konto in Fremdwährung hat, kann beim Support nach einem Wechsel fragen; verweigert der Anbieter ihn, bleibt nur ein neues Konto nach Abschluss des alten.
Posten drei: der Bonus und sein Umsatz
Ein Bonus kostet nichts bei der Einzahlung und viel beim Spielen. Die Umsatzbedingung legt fest, wie oft der Bonusbetrag, manchmal auch Einzahlung plus Bonus, eingesetzt werden muss, bevor eine Auszahlung möglich ist. Jeder dieser Einsätze trägt den Hausvorteil der Spiele. Der Bonus verlängert die Spielzeit; er senkt nicht den Preis des Spielens.
| Bedingung im Beispiel | Wert |
|---|---|
| Einzahlung per eps | 100 € |
| Bonus | 100 € |
| Umsatz 35-fach auf den Bonus | 3.500 € an Einsätzen |
| Umsatz 35-fach auf Einzahlung plus Bonus | 7.000 € an Einsätzen |
Die beiden Zeilen unterscheiden sich um das Doppelte, obwohl der Bonus auf der Startseite des Casinos gleich aussieht. Welche Basis gilt, steht in den Bonusbedingungen, meist unter «Umsatzbedingungen» oder «Wagering». Dazu kommen eine Höchsteinsatzgrenze pro Spielrunde während des Bonus und eine Frist, oft 30 Tage. Wer die Einzahlung ohne Bonus macht, kann das Guthaben nach der Prüfung jederzeit auszahlen lassen.
Posten vier: die Abgabe, die der Anbieter einpreist
Der größte Kostenposten steht in keiner Kassa. Für Online-Glücksspiel sieht das Glücksspielgesetz eine Abgabe von 45 % der Jahresbruttospieleinnahmen vor, beim Konzessionär als Konzessionsabgabe für elektronische Lotterien, bei anderen Anbietern als Glücksspielabgabe; der Satz gilt seit dem Budgetbegleitgesetz, das ihn von 40 % angehoben hat. Bruttospieleinnahmen sind die Einsätze abzüglich der ausgezahlten Gewinne, also das, was Spielerinnen und Spieler insgesamt verlieren.
Diese Abgabe zahlt der Anbieter aus den Verlusten seiner Kundschaft. Sie erklärt, warum die Spiele einen Hausvorteil haben, warum Boni an Umsatz gebunden sind und warum kein Anbieter dauerhaft mehr auszahlt, als er einnimmt. Für Ihre Rechnung heißt das: Die eigentlichen Kosten des Spielens entstehen am Spieltisch, nicht bei der Einzahlung. Für die Spielerin oder den Spieler selbst bezeichnet das Finanzministerium einen Lotteriegewinn als nicht steuerbar.
Limits: drei Grenzen, die niedrigste gilt
Der Betreiber von eps veröffentlicht weder Mindest- noch Höchstbeträge. Auf der Seite für Privatkunden, auf der Supportseite und bei der PSA fanden wir keine Beträge und keinen Hinweis darauf, wer sie bestimmt. Die Grenzen setzen deshalb drei andere Stellen.
- Überweisungslimit pro Tag oder Auftrag — Wer sie setzt: Ihre Bank · Richtwert: Einstellungen im Online-Banking, von Ihnen änderbar
- Mindest- und Höchstbetrag pro Einzahlung — Wer sie setzt: Casino · Richtwert: Kassa und Zahlungsbedingungen des Anbieters
- Einzahlungslimit pro Zeitraum — Wer sie setzt: Sie, im Spielerkonto · Richtwert: beim Konzessionär verpflichtend
Wie ein Anbieter die dritte Grenze ausgestaltet, zeigt win2day. Das Einzahlungslimit ist dort verpflichtend. Bis zum 26. Geburtstag liegt die Obergrenze bei 250 € pro Woche. Danach gilt ein Standardlimit zwischen 1 € und 1.680 € pro Kalendermonat; eine Erhöhung über diesen Rahmen setzt eine Prüfung der Zahlungsfähigkeit voraus, eine Senkung wirkt sofort. Anbieter mit ausländischer Lizenz bieten ein solches Limit freiwillig an oder gar nicht, und das sollten Sie vor der ersten Einzahlung wissen.
Das Banklimit ist das einzige, das Sie ohne Zutun des Casinos verschärfen können. Senken Sie das Überweisungslimit im Online-Banking, gilt die neue Grenze sofort für eps wie für jede andere Überweisung. Für die Auszahlung spielt sie keine Rolle, denn die Überweisung kommt dann vom Casino.
Dauer: wofür Sie nicht zahlen, aber warten
Die Bestätigung an den Händler erfolgt laut Betreiber in Echtzeit, und die Zahlung wird unwiderruflich durchgeführt. Wann das Guthaben im Spielerkonto erscheint, legt der Anbieter fest; win2day nennt als Richtwert wenige Sekunden und in Ausnahmefällen bis zu 45 Minuten. Für die Dauer fallen keine Kosten an, aber die Unwiderruflichkeit hat ihren Preis: Ein Tippfehler beim Betrag lässt sich nur über eine spätere Auszahlung korrigieren, mit allen Prüfungen, die dazugehören.
Häufige Fragen zu Kosten und Limits
Verlangt eps eine Gebühr pro Einzahlung?
Nein. Auf der Startseite des Betreibers heißt es, dass keine zusätzliche Registrierung nötig ist und keine zusätzlichen Kosten entstehen. Was Ihre Bank für eine Online-Überweisung verrechnet, ist davon getrennt und steht im Preisblatt Ihres Kontomodells.
Darf das Casino für eine eps-Einzahlung Gebühren verlangen?
Das regeln die Zahlungsbedingungen des Anbieters. Der Betreiber von eps schreibt den Casinos keine Gebührenfreiheit vor. Lesen Sie deshalb vor der ersten Einzahlung den Abschnitt zu Gebühren in den Bedingungen und vergleichen Sie ihn mit der Anzeige in der Kassa.
Warum kostet ein Spielerkonto in US-Dollar mehr als eines in Euro?
Weil jede Einzahlung von Ihrem Euro-Konto und jede Auszahlung zurück umgerechnet wird. Den Kurs und einen möglichen Aufschlag legt der Anbieter oder sein Zahlungsdienstleister fest, nicht eps. Zweimal umrechnen heißt zweimal zahlen. Wählen Sie bei der Registrierung Euro, wenn das Casino die Wahl lässt.
Was hat die Glücksspielabgabe mit meinen Kosten zu tun?
Der Anbieter zahlt auf Online-Glücksspiel 45 % der Jahresbruttospieleinnahmen als Abgabe, beim Konzessionär als Konzessionsabgabe. Dieses Geld kommt aus den Verlusten der Spielerinnen und Spieler. Es erklärt, warum Boni an Umsatzbedingungen hängen und warum kein Anbieter dauerhaft mehr zurückgibt, als er einnimmt.
Wie hoch ist das Limit für eine eps-Einzahlung?
Der Betreiber veröffentlicht keines. Es gelten das Überweisungslimit Ihrer Bank im Online-Banking, der Mindest- und Höchstbetrag des Casinos pro Einzahlung und das Einzahlungslimit, das Sie im Spielerkonto setzen. Die niedrigste dieser drei Grenzen gilt.
Welche Limits gelten beim konzessionierten Anbieter?
Bei win2day ist ein Einzahlungslimit verpflichtend. Bis zum 26. Geburtstag liegt die Obergrenze bei 250 € pro Woche, danach gilt ein Standardlimit zwischen 1 € und 1.680 € pro Kalendermonat. Eine Erhöhung über diesen Rahmen setzt eine Prüfung der Zahlungsfähigkeit voraus, eine Senkung wirkt sofort.
Kostet eine abgebrochene oder abgelehnte eps-Zahlung etwas?
Vom Betreiber nicht. Brechen Sie die Freigabe bei der Bank ab, wird keine Überweisung ausgeführt und nichts abgebucht. Ob Ihre Bank eine abgelehnte Online-Überweisung verrechnet, steht im Preisblatt; üblich ist das nicht, verbindlich ist nur das Dokument Ihrer Bank.
Lohnt sich ein Bonus, wenn die Einzahlung selbst kostenlos ist?
Das hängt an den Umsatzbedingungen. Ein Bonus von 100 € mit 35-fachem Umsatz verlangt 3.500 € an Einsätzen, bevor etwas ausgezahlt wird. Diese Einsätze tragen den Hausvorteil der Spiele. Rechnen Sie den Umsatz in Euro aus, bevor Sie annehmen, und vergleichen Sie ihn mit dem Bonusbetrag.
Verantwortungsvoll spielen
Online-Glücksspiel ist Personen ab 18 Jahren vorbehalten. Die Abgabe von 45 % auf die Bruttospieleinnahmen beschreibt in einer Zahl, aus welcher Richtung das Geld fließt; ein Einzahlungslimit, gesetzt vor dem ersten Euro, ist die wirksamste Gegenmaßnahme. Hilfe bei Spielproblemen gibt es kostenlos, vertraulich und auf Wunsch anonym bei der Spielsuchthilfe unter (01) 544 13 57, bei der Spielerschutz-Hotline unter 0800 202 304 und unter Spielsuchthilfe.
Quellen
- eps-Überweisung, Startseite
- eps-Überweisung, Privatkunden
- eps-Überweisung, Händler
- eps-Überweisung, Support
- eps-Überweisung, Impressum
- PSA, Konto
- Glücksspielgesetz § 17 (RIS)
- Glücksspielgesetz § 57 (RIS)
- BMF, FAQ zum Glücksspielmonopol
- BMF, Konzessionäre und Ausspielbewilligte
- win2day, Einzahlung und Limits
- win2day, Einzahlungs-FAQ
- Österreichische Lotterien, Spielerschutz
- Spielsuchthilfe Wien
- BMF, Hilfsangebote der Bundesländer